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Brunnenbau in Bamanya

Die Missionsschwestern vom Kostbaren Blut wurden 1898 von den Trappisten in Westmallen (Belgien) gebeten, einige Schwestern in den Kongo zu der Mission der Trappisten in der Provinz Équateur (belgisch Kongo) zu senden. Sie sollten sich speziell in der dortigen Mission um die Frauen und Mädchen kümmern.

1900

Die heutige Demokratische Republik Kongo war damals eine belgische Kolonie. Die Regierung wollte, dass die Missionare den Kindern eine Schulbildung geben und somit sammelte sie Jungen und Mädchen aus den umliegenden Dörfern und brachte sie nach Bamanya. Die Missionare bauten für die Jungen ein Internat und die Schwestern kümmerten sich um die Mädchen. Das erste Mädcheninternat entstand 1900 in Bamanya, ungefähr 15 km von Mbandaka, der Provinzhauptstadt der Provinz Équateur im Kongo.

1932

Die erste Gruppe hatte mit 60 Mädchen begonnen und die Zahl stieg sehr schnell an. In den ersten Jahren war die angeschlossene Schule eine Grundschule. Daraus entwickelte sich ab 1932 eine Sekundarschule, d.h. eine einjährige Haushaltungsschule. Die Mädchen, die diese Schule besucht hatten, waren sehr gefragt und bekamen leicht eine Anstellung. Der Grund war, das sie ja in der Schule unterwiesen wurden, wie sie einen Haushalt führen sollen.

1972

1972 reichte die Haushaltungsschule nicht mehr aus, d.h. die Mädchen bzw. Eltern wollten, dass die Mädchen, wie die Jungen auch, eine richtige Sekundarschule besuchen können. Also wurde eine Nähschule errichtet, wo die Mädchen in vier Jahren eine mittlere Reife zusammen mit einem Abschluss im Nähen erreichen konnten.

2000

Das Internat, in dem die Mädchen aus der weiteren Umgebung untergebracht wurden und das der Schule angeschlossen ist, hat sich somit auch verändert. Der Wunsch nach einer Sekundarschule mit einem Staatsexamen wurde nach und nach immer dringender, so das ab dem Jahre 2000 das Schuljahr so ausgerichtet wurde, das in diesem Jahr die ersten ihr Staatsexamen im Zuschneiden und Nähen machen konnten.

Heute

Mittlerweile ist die Zahl der Schülerinnen auf über 200 gestiegen und somit auch die Zahl der Internats­schülerinnen. In diesem Jahr sind es 102 Mädchen die dort untergebracht sind. Ihnen allen wird hier, unter für Afrika verhältnismäßig guten Bedingungen, eine Möglichkeit geboten zu lernen. Somit haben sie später die Möglichkeit, weiter zu studieren oder sich mit dem Nähen den Lebensunterhalt selbst verdienen zu können. Mit dem Abschluss an dieser Schule könnten die Mädchen sofort als Schneiderinnen arbeiten und somit selbst ihre Zukunft gestalten.

Im Kongo gibt es genügend Wasser, aber um es nutzen zu können, müssen Brunnen gebaut werden. Durch die Hilfe der Fa. Speedlift, Bremen, dem Päpstlichen Kindermissionswerk, Aachen und den Missionsschwestern vom Kostbaren Blut konnte in Bamanya, DRCongo, ein neuer und größerer Brunnen gebaut werden.

Der alte Brunnen war mittlerweile über 100 Jahre alt und ist 2008 kollabiert. Er wurde notdürftig geflickt, um die Wasserversorgung für 200 Schülerinnen irgendwie aufrecht zu erhalten. Zudem war er mittlerweile viel zu klein geworden.